Heute war ich mittags wieder beim Jazzfestival: gespielt hat die Big Band der Monash Universität und heute klang es mehr nach Jazz, aber dafür mochte ich es auch weniger als gestern. Aber urteilt selbst:
Nachmittags war ich bei meiner Astrophysik-Professorin, um mal anzufragen, ob ich vielleicht meine Masterarbeit hier schreiben könnte (keine Sorge; die Frage ist, ob ich in Berlin sein, aber meine Masterarbeit hier schreiben kann, quasi aus der Ferne). Und mit mir zusammen kam auch ein anderer Mensch dort an, der meine Professorin fragte, ob sie mal aufs Dach kommen und das Teleskop aufbauen könnte (den Grund habe ich nicht verstanden). Also hat sie die nächsten fünf Minuten damit verbracht, Leute anzurufen und auf ihren Anrufbeantwortern anzufragen, ob sie bitte mal aufs Dach gehen und das Teleskop ausrichten könnten. Dann hat sie aufgegeben und wir sind einfach selbst aufs Dach geklettert, Rachel hat das Teleskop eingestellt (sehr mühsam und umgeben von anderen AstrophysikerInnen. AstrophysikprofessorInnen zu bitten, ein Teleskop auszurichten, ist ungefähr so, wie Raketenwissenschaftler zu bitten, eine Taschenlampe zu bauen. Im Prinzip können sie es, aber sie brauchen eine Weile, bis sie sich erinnert haben, wie es geht) und dann konnten wir die Sonne sehen.
Heute sieht man nämlich Venus vor der Sonne vorbeiziehen (das nächste Mal wird das erst wieder in 120 Jahren passieren): der winzig kleine dunkle Fleck links unten auf der Sonne ist Venus.
War ein sehr guter Tag, um mal in er Astrophysikabteilung vorbeizuschauen :)
Auf dem Rückweg bin ich zum ersten Mal seit Wochen mit dem Aufzug gefahren, von dem ich vor einer Weile mal ein Foto gezeigt habe: der innen mit Pappe ausgekleidet wurde. Heute sah ich ihn also zum ersten Mal seit Längerem wieder und musste lachen. (Tut mir leid, PhysikerInnenwitze, aber ich muss sie trotzdem zeigen).
Abends war ich mal wieder beim Kino in der Staatsbibliothek, wo sie heute einen Film gezeigt haben, den ich schon seit einem Jahr sehen wollte: Babies. Vier Babies werden von der Geburt bis zum ersten Schritt gefilmt: eins in Kalifornien, eins in Japan, eins in der Mongolei und eins in Namibia. Etwas befremdlich an einigen Stellen, aber ganz genau so putzig, wie man es sich bei einem Film voller Babies vorstellt.
Heute habe ich beschlossen, mal einen Tag Pause einzulegen und habe deshalb kein bisschen Quantenfeldtheorie (die nächste Klausur) gelernt, sondern alles andere gemacht: Computer gespielt, gelesen, gekocht und Wäsche gewaschen.
(Die Waschmaschinen haben sich heute einen neuen Spaß ausgedacht: nach der halben Stunde Waschzeit stand das Wasser in der Maschine etwa zehn Zentimeter hoch und die ganze Wäsche lag klitschnass drin. Nicht so recht wissend, was ich sonst tun sollte, habe ich den ganzen Klumpen also in den Trockner gesteckt und gehofft, dass er damit zurechtkommt. Kam er nicht. Ich habe ihn viermal angeworfen, bis die Wäsche endlich trocken war.)
Mittags war ich zum ersten Mal bei einer Veranstaltung des Jazzfestivals (das zusammen mit dem "Licht im Winter" stattfindet): das Weltorchester der Monash-Universität (in Zusammenarbeit mit dem jüdischen und kubanischen Ensemble - ich musste lachen :) hat ein einstündiges kostenloses Konzert am Federation Square gegeben und es hat sehr viel Spaß gemacht.
Allerdings war es auch erbärmlich kalt (windig und hat genieselt), deshalb habe ich mich nach einer halben Stunde nach drinnen verkrochen, wo ich herausfand, dass dort dienstagmittags immer eine halbstündige Meditation stattfindet, geleitet von einem der Mönche aus dem buddhistischen Tempel. Das mussten sie heute dazusagen, denn wegen der Kälte hatte der Mönch eine Jacke über seiner Kutte und eine riesige dicke Strickwollmütze auf dem Kopf und sah eher aus wie ein Skifahrer.
Abends war ich nochmal bei "Licht im Winter", wo jetzt die Ausstellung fertig ist: auf dem großen Platz ist überall Kunst von verschiedenen KünstlerInnen mit dem Thema "Licht" (ja, wer hätte es gedacht, das Thema ist tatsächlich Licht :) Die Untertasse ist ziemlich witzig: man kann SMS an dieses Projekt schicken, die dann entlang einer Bildschirmzeile um den Tellerrand herum angezeigt werden.
Zum Schluss habe ich noch die Wippe gefunden, die im Normalzustand nur rosa und weiß ist, aber wenn man darauf sitzt und wippt (ich hatte Glück und wurde vor der Wippe angesprochen und gefragt, ob ich Lust hätte, mit ihr zu wippen) und die Knöpfe drückt, dann wechseln die Farben und bilden Lichtmuster. So richtig was zum Spielen :)
Abends zuhause habe ich dann einen lange gehegten Verdacht bestätigt: in meinem Topf lassen sich Pfannkuchen viel, viel besser backen als in der Wok-Pfanne :)
Und heute war es dann so weit: ich habe meine erste Klausur geschrieben, in statistischer Physik. Ich muss kurz dazusagen, dass ich (dankenswerterweise) vorher von meinen Bürokollegen gewarnt wurde: diese Klausur ist dafür berüchtigt, dass niemand sie schafft. Der (legendär) Beste überhaupt hat mal 50% in dieser Klausur erreicht. Der Prof, so sympathisch er auch ist, stellt diese Klausuren aus drei Aufgaben von dem Umfang der Hausarbeiten (über die ich mich so ausführlich beschwert habe) zusammen - sodass man eine leichte Panikattacke bekommt, wenn man sie liest, und im Endeffekt innerhalb der vier Stunden etwa anderthalb dieser Aufgaben (jeweils mit Unterpunkten a bis j) schafft.
(Und trotzdem musste ich schmunzeln, als es in Aufgabe zwei hieß: "Heute betrachten wir eine spezielle Art der Ameisen: die RestaurAnts (ants sind Ameisen auf englisch) (...) auf der einen Seite des Experiments befindet sich eine Delikatesse, sagen wir: wilde Trüffel mit Honig, und auf der anderen Seite des Experiments ein fades Gericht, sagen wir: Porridge (ohne Blaubeeren).")
Ich habe also vier Stunden lang wie wild an Ameisen und Erdbeben herumgerechnet und habe insgesamt etwa anderthalb Aufgaben lösen können.
Das Gute an dieser Art von Klausuren ist, dass niemand viele Punkte bekommt und die Ergebnisse im Nachhinein so verschoben werden, dass alle durchschnittlich 60% bekommen, wodurch die Chance, dass man bestanden hat, enorm steigt (ich kann also relativ sicher sein, bestanden zu haben).
Das Schlechte ist, dass man - abgesehen davon - überhaupt keine Ahnung davon hat, wie gut man die Klausur geschrieben hat, weil es größtenteils davon abhängt, wie gut die anderen waren (und dass man nach drei Stunden, in denen man herumrechnet, ob die Ameisen zum Trüffel oder zum Porridge laufen, wenn man die Schüsseln zwischnendurch ausrechnet, sehr hungrig ist).
Der Abend verlief relativ traurig, weil ich mich heute von Ben verabschiedet habe. Sie fliegt morgen zurück in die Heimat, also waren wir heute ein letztes Mal zusammen essen (begleitet von einer Freundin von Ben, die das vorletzte Abschiedsessen verpasst hatte). Wir sehen uns zum Glück im September wieder (und wir haben zum Glück die Zeit, die wir hatten, auch gut genutzt), aber als wir uns heute zum Abschied gegenseitig gestanden haben, wieviel schöner der Austausch dadurch war, dass wir uns getroffen haben, war es schon ziemlich traurig - und andererseits auch schön, dass wir uns - immerhin rein zufällig - überhaupt begegnet sind.
Passend dazu war heute in Melbourne heute auch Weltuntergangsstimmung (das da im Bild sind vier Regenschirme).
Heute beim Lernen schwankte ich eine Weile dazwischen, mich wegen meines Muskelkaters so wenig wie möglich zu bewegen und nicht den ganzen Tag im Haus zu sitzen - und bin dann schließlich doch rausgegangen, um der Statistischen Physik für eine Weile zu entkommen.
Zur Zeit ist nämlich in Melbourne "Das Licht im Winter" - da es so früh dunkel wird und so spät hell wird und es in Australien kein Weihnachtsspektakel gibt, das alles etwas freundlicher macht, organisiert Melbourne vier Wochen lang Ersatzveranstaltungen. Jedes Jahr gibt es ein anderes Grundthema, das aber immer mit etwas zu tun hat, wodurch der Winter schöner wird.
Dieses Jahr wird hier das Lesen und Schreiben und Geschichtenerzählen zelebriert (ich werde während der nächsten Wochen vermutlich noch öfter davon erzählen) - heute habe ich mir Teile der Ausstellung angesehen, bei der Künstler sich dem Thema Bücher gewidmet haben. Hier die Leseecke auf dem Hauptplatz und eine Wand der Ausstellung "Der Buchladen der Zukunft" - auf all diesen Zetteln sind Ideen, wie der Buchladen der Zukunft aussehen könnte, in Form von diesen Codes.
Danach war ich noch beim Kalligraphieworkshop, wo während der nächsten Wochen sonntags immer verschiedene Schriften vorgestellt werden: diese Woche hebräisch und chinesisch. Hebräisch habe ich selbst mal ausprobiert (und zum ersten Mal, soweit ich mich erinnern kann, hat mir jemand gesagt, ich hätte eine schöne Handschrift - sie haben mich gefragt, ob ich eine Künstlerin wäre :)
Dem Maler der chinesischen Schriftzeichen hätte ich noch stundenlang zusehen können - aber ich habe sogar noch etwas Interessanteres gefunden: montagabends gibt es an der Uni immer einen Kurs, bei dem man lernen kann, wie man chinesische Schriftzeichen malt - und was sie bedeuten. Das will ich unbedingt noch ausprobieren.
Für unseren letzten großen gemeinsamen Ausflug haben Ben und ich uns nochmal etwas Besonderes ausgesucht: wir sind mit der S-Bahn in den Dandenong Nationalpark gefahren und waren dort wandern, denn: im Dandenong Nationalpark gibt es Riesenfarne (Bäume mit Farnwedeln oben dran) und die wollten wir uns gerne einmal ansehen.
Also haben wir uns morgens getroffen, waren für unser Picknick einkaufen (und ich habe mal wieder festgestellt, dass Zeit relativ ist: Wenn man keine Uhr hat, kann man die Uhrzeit theoretisch bestimmen, indem man die absolute Abfahrtszeit minus die Ankunftszeit des Zugs rechnet: somit ist es in diesem Bahnhof auf Gleis 3 gleichzeitig 10:07 (rechts und in der Mitte unten), 10:08 (Mitte oben), 10:09 (links unten) und 10:05 (links oben). Trotzdem immer noch ziemlich gut im Vergleich zu der Berliner S-Bahn, wo es bei Schnee manchmal letzten Dienstag ist) und sind nach Upper Ferntree Gully gefahren und losgewandert.
Und zwar 3.3 Kilometer lang bergauf (Ben hatte irgendwann Mitleid mit mir und hat mir den Rucksack mit dem Picknick abgenommen). Nach ungefähr 2.5 Kilometern wurden wir etwas nervös, weil wir zwar überall um uns herum tollen Wald hatten, aber nirgendwo Farne:
(nebenbei: so steil war der Weg!)
Rettung kam in Form eines anderen Wanderers entgegen, der uns beruhigte, dass wir in einer Viertelstunde oben wären und dort der Weg zu den Farnbäumen beginnen würde. Also haben wir oben erstmal gepicknickt und dann festgestellt, dass wir richtig Glück hatten: der Weg unter den Farnbäumen besteht nämlich nur aus Treppenstufen (heißt auch der Weg der 1000 Treppen), sodass wir den halbwegs gemütlichen Weg nach oben genommen hatten und die Treppen nur runter klettern mussten (und allen schnaufenden WanderInnen, die uns entgegen kamen, auch Mut machen konnten: "Nur noch zehn Minuten!")
Und: es hat sich gelohnt:
Etwas Lustiges über die Bäume: da sie so hübsch aussehen und meistens sehr gerade wachsen, haben die frühen SiedlerInnen in Tasmanien sie teilweise abgeschlagen, die Blätter abgeschnitten und zurück nach England geschickt - als Zaunpfähle. Das nasskalte britische Klima entspricht aber so ideal den hiesigen Lebensbedingungen der Bäume, dass einige davon einfach wieder Wurzeln geschlagen haben - deshalb kann man einige der Farnbäume noch heute in Südengland betrachten.
Dann haben wir uns wieder an den Abstieg gemacht und unten erwartete uns - wie bestellt - die Browniefee :) hier nochmal die komplette Route auf der Karte.
Und ein weiterer Tag in der Lernzeit, der allerdings davon unterbrochen wurde, dass heute die Austauschstudierenden der Uni Melbourne Austauschstudierende ihrer künftigen Unis kennen lernen konnten. Wir trafen also als riesiger Mob derzeitiger Austauschstudierender in dem entsprechenden Gebäude ein und begegneten einem riesigen Mob aus Studierenden der Uni Melbourne, die sich demnächst auf die halbe Welt verteilen und irgendwie schafften wir es innerhalb von zehn Minuten, uns auseinander und in die richtigen Räume zu sortieren. Höchst beeindruckend.
Ich hatte eine Chemikerin, die an die TU Berlin geht, einen weiteren Chemiker, der nach Freiberg und eine Wirtschaftswissenschaftlerin, die nach München geht. Letzteren konnte ich zwar nur wenig helfen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem :)
Danach habe ich teilgenommen an einer guten alten Tradition: Altklausuren herumschieben (wenn die Vorgesetzten hier mitbekommen, dass die Studierenden das tun, nehmen sie ihnen die Klausuren einfach weg, wodurch das Ganze hier noch viel mehr Spaß macht als daheim :). Was damit endete, dass ich zwei Stunden lang mit zwei KommilitonInnen zusammen gesessen und erzählt habe, während der letzten Stunde zusammen mit unserem Studienkoordinator hier, der uns von seiner Studienzeit erzählt hat. Und davon, dass er häufig sieht, dass die DoktorandInnen, wenn sie kurz davor sind, fertig zu werden, das Ende so weit wie möglich hinauszögern, damit sie in der gemütlichen Uni bleiben können statt in die große böse Welt zu gehen. Lustigste Geschichte: Eines Tages rief die Frau eines Doktoranden dessen Supervisorin an und bat sie, vorbeizukommen und ihren Mann von der Playstation wegzuholen, damit er sich endlich hinsetzt und dann seine Doktorarbeit anfängt :)
Nebenbei: hier, das habe ich in Thors Büro gefunden: einer seiner Kollegen braut selbst Whisky :)
Abends fiel mir dann mal wieder die Decke auf den Kopf, also habe ich weiter an der Erfüllung meines Plans gearbeitet, die Küche jeder größeren asiatischen Einwanderungsgruppe in Melbourne zu testen: Heute gab es malayiische Lotospfannkuchen. Sehr zu empfehlen :) Auf dem Weg habe ich mal wieder neue Wandmalereien gefunden:
Da Ben nächsten Dienstag wieder in die Schweiz fliegt, versuchen wir derzeit noch alles zu unternehmen, was wir noch zusammen vorhatten, also waren wir heute bei einer Tour durch das Parlament des Bundesstaats Victoria und danach noch im Chinesischen Museum.
Das Parlament von Victoria ist (wie alle anderen Parlamente in Australien)(und in Indien)(und in Kanada) aufgebaut wie das Parlament in England: es gibt das Oberhaus, in dem alles in rot ist (rechts), und das Unterhaus, in dem alles grün ist (links). Es gibt eine Wache mit einem vergoldeten Stab in jedem der Häuser, der/die für die Sicherheit der Parlamentsmitglieder zuständig ist (Tradition aus Zeiten in denen Parlamentsmitglieder umgebracht wurden, wenn sie unpopuläre Meinungen vertraten, und Schutz brauchten), es gibt Tudorrosen an den Decken und deutsche Adler an den Wänden (weil Königin Victoria einen Deutschen geheiratet hat) und es gibt das Einhorn und den Löwen als Symbole für die Rechtssprechung.
Etwas Interessantes aus der Geschichte von Victoria: ursprünglich wurde die gesamte Region mit von Sidney (heutiger Bundesstaat New South Wales) aus regiert, bis Melbourne soviele EinwohnerInnen hatte, dass sie fanden, sie sollten ein eigener Bundesstaat sein dürfen. Das englische Parlament stimmte 1851 zu, die Region wurde in Victoria umbenannt - und sechs Monate später wurde Gold gefunden. Und Sidney ärgerte sich schwarz.
Das chinesische Museum widmet sich der Geschichte der chinesischen EinwanderInnen in Australien, die ziemlich traurig ist. Chinesische EinwanderInnen kamen während des Goldrauschs, bis die Regierung in Victoria panisch wurde wegen all der ChinesInnen und 10 Pfund (!) Einwanderungsgebühr verlangte (EuropäerInnen zahlten nur einen Shilling). Nachdem sie also zwei Monate lang mit dem Schiff nach Australien gesegelt waren, landeten sie künftig nicht in Victoria, sondern in South Australia (einem Bundesstaat ohne Einwanderungsgebühr) und marschierten von dort aus die 800 Kilometer nach Victoria zu Fuß weiter.
Da sie sich also auf diesem Wege nicht von der Einwanderung abhalten ließen, wurde es weiterhin versucht: sie mussten später 8 Pfund pro Jahr zusätzliche Steuern zahlen, durften ihre Familien nicht mitbringen (da gemische Ehen auch nicht gern gesehen wurden und die meisten chinesischen EinwanderInnen Männer waren, wurde es ihnen auf diese Weise zusätzlich ungemütlich gemacht) und schließlich wurden sie auch einfach ausgewiesen und deportiert.
Nichtsdestotrotz gibt es heutzutage eine Million AustralierInnen mit chinesischen Vorfahren, was interessante Effekte mit sich bringt: 1956 ging der Drache, der in den chinesischen Gemeinden zum Neujahrsfest umhergetragen wird, kaputt, also wollten sie einen neuen in China kaufen. Aufgrund der Kulturrevolution gab es allerdings keine neueren Drachen in China, der letzte Drachenmacher war gestorben und sein Nachfahre wusste nicht, wie Drachenherstellung funktioniert. Also schickten sie ihm Fotos von ihrem alten Drachen, er baute einen neuen (den ersten in China seit 30 Jahren!) und jetzt gibt es zum Einen wieder neue Drachen und zum anderen wieder Menschen, die wissen, wie man sie herstellt.
Hier ist der Milleniumdrache, der weltweit längste Drache, den es zur Zeit gibt, und der in Melbourne zum Neujahrsfest herumgetragen wird.
Heute ist mir nebenbei etwas aufgefallen: es ist immer mindestens eine Person aus meiner Skype-Kontaktliste online. Die Letzten gehen gegen 3 Uhr morgens schlafen, ein paar arbeiten immer die Nacht durch und gehen morgens schlafen, womit sie sich mit denjenigen überschneiden, die morgens um fünf, sechs aufstehen :)