Freitag, 13. April 2012

Suchspiel

Da heute mein Besuch zurück nach Deutschland geflogen ist (und wir hatten - wie ihr ja gelesen habt - eine prächtige Zeit, insbesondere wenn man bedenkt, dass alles anfing mit: "Hast du Lust, mich in Australien besuchen zu kommen?" "Warum nicht?"), ging der heutige Tag größtenteils damit drauf, zu packen, online einzuchecken, einen Copyshop zu finden in dem man das online eingecheckte Ticket auch ausdrucken konnte, zu essen und genug Brote zu schmieren, damit mein Besuch einen Flug, in dem die Umbuchung auf ein vegetarisches Essen nicht funktioniert hat, überstehen konnte.

Dann waren wir zum Abschluss noch afrikanisch essen - und dabei fiel uns etwas auf, was ich hier noch kurz erwähnen muss: wir haben einen der Comedians, die wir uns angesehen haben, auf der Straße getroffen. SCHON WIEDER. Ich habe das bisher nicht erwähnt, aber wir haben bisher fast jeden Tag auf der Straße irgendwen getroffen, den wir schon auf der Bühne gesehen haben. Wenn man jetzt bedenkt, wieviele Shows es derzeit gibt und wie wenige davon wir gesehen haben, bleibt nur eine (erschreckende) Schlussfolgerung: derzeit ist Melbourne praktisch ausschließlich mit Comedians bevölkert!

Abends habe ich ein kleines Rätsel gelöst: wir haben uns immer gefragt, warum der Fahrstuhl nie im vierten Stock hält. (Das lässt sich hier nicht so leicht aufklären, weil man nur in sein eigenes Stockwerk fahren kann - also ich ins achte - aus Sicherheitsgründen) Vorhin kam ich auf die Idee, die Briefkästen abzugehen und jetzt habe ich festgestellt: es gibt gar keinen vierten Stock! Und das macht auch Sinn, denn: in Japan ist vier eine Unglückszahl, weil vier nämlich das gleiche Wort ist wie tot. Wenn man bedenkt, wieviele asienstämmige Menschen hier wohnen, macht es total Sinn, den vierten Stock wegzulassen. Rätsel gelöst.

Weil ich ansonsten nur aufgeräumt, abgewaschen, gewaschen und geputzt habe, hier noch ein kleines Suchspiel: im Geschichtsmuseum von Melbourne gibt es eine Kollektion von Stacheldrahten, die sich die australischen Siedler ausgesehen haben. Darunter ist auch das Modell, das sich durchgesetzt hat. Findet es jemand?


Geld in Waschmaschinen und Trockner gesteckt: 18 Dollar
Stacheldrahtsorten fotografiert: 28
Deutsche getroffen: zahllose (der gesamte Flughafen ist voll mit Deutschen)